[vc_row][vc_column width=“1/6″][/vc_column][vc_column width=“2/3″][vc_column_text]In diesem Beitrag möchte ich Ihnen einige Hintergrundinformationen zur vielzitierten »Post-PC-Ära« geben. Der Begriff geht ursprünglich auf den Informatiker David D. Clark des Massachusetts Institute of Technology (MIT) zurück, der bereits 1999 eine Welt prognostizierte, in der mobile Geräte aller Art ständig miteinander vernetzt sein werden. In der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde der Begriff schließlich durch Steve Jobs mit der Einführung des iPhone im Jahre 2007. Die Post-PC-Ära beschreibt einen fundamentalen Markttrend, bei dem die Absatzzahlen traditioneller IT-Geräte wie Desktops oder Laptops rückläufig sind oder stagnieren, wohingegen der Absatz so genannter Post-PC-Geräte wie Smartphones, Tablets oder Wearables rapide zunimmt. Wie die nachfolgende Grafik eindrucksvoll zeigt, ist dieser Trend seit 2011 in vollem Gange: die Post-PC-Ära hat begonnen.

[/vc_column_text][vc_single_image image=“4212″ img_size=“full“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][vc_column_text]Die Post-PC-Ära hat dabei nicht nur weitreichende Auswirkungen auf den Konsumentenbereich, sondern in einem immer stärker werdenden Maße auch im Bereich der Unternehmens-IT. Ein erheblicher Teil der Arbeit wird heute auf mobilen Geräten geleistet. Marc Benioff, CEO von Salesforce.com, berichtete beispielsweise in einem kürzlichen Interview mit CNBC, dass er sein Unternehmen ausschließlich mit einem Smartphone führe. Ähnliches hört man von Jeff Immelt, CEO von General Electric. Voraussetzung für mobiles Arbeiten ist dabei eine moderne IT-Strategie, die Bezug nimmt auf Hardware und Software sowie das Re-Engineering von Geschäftsprozessen.

Hardware in der Post-PC-Ära

Doch was macht ein Post-PC-Gerät überhaupt aus und worin besteht der entscheidende Unterschied zu klassischer IT-Hardware? Der britische Technologie-Blogger Matt Baxter-Reynolds beschreibt sieben konstituierende Merkmale eines Post-PC-Geräts:

  • Always-connected
  • Always-available
  • Relationship-centric
  • Low cognitive loading/appliance-like
  • End-to-end security/intimidation-free
  • Monochronistic
  • Primarily touch-based

Zu den bekanntesten Vertretern dieser neuen Geräte-Klasse zählen sicherlich die Smartphones und Tablets. Doch es kommen immer mehr neue Formfaktoren wie Wearables (Apple Watch, Google Glass) oder Geräte für das »Internet of Things (IoT)« auf den Markt. Eine Ende ist noch lange nicht in Sicht.

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In der Post-PC-Ära kann man eine »Konsumerisierung der IT« beobachten, die Grenzen zwischen Consumer-IT und Enterprise-IT verschwimmen also. Bring Your Own Device (BYOD), also eine Regelung von Unternehmen, die es ihren Mitarbeitern ermöglicht, private Endgeräte für geschäftliche Zwecke zu nutzen, setzt genau auf diesem Trend auf. Eine Gartner-Studie zum Thema BYOD prognostiziert sogar, dass im Jahr 2017 von der Hälfte aller Mitarbeiter erwartet wird, eigene Post-PC-Geräte für geschäftliche Zwecke bereitzustellen. Für Unternehmen bieten sich hier erhebliche Einsparpotentiale.

Software in der Post-PC-Ära

Doch nicht nur Hardware, auch Enterprise-Software durchläuft in der Post-PC-Ära einen Wandel. Apps sind gekennzeichnet durch genau einen klaren Anwendungsfall (»Single Purpose«), eine intuitive Benutzeroberfläche, die auf Touch-Input optimiert ist sowie die optimale Nutzung der Sensorik und Möglichkeiten des mobilen Endgeräts. In ihrem Artikel über die 10 Top-Trends, die Enterprise-IT nachhaltig verändern werden, nennt der Technologie-Blog TechCrunch unter anderem »Consumer quality interfaces«, also Benutzeroberflächen, die den hohen Standards an UI/UX im Konsumenten-Bereich genügen (wie z.B. bei den auf dem iPhone vorinstallierten Apps von Apple). TechCrunch fasst treffend zusammen: »Consumers spend tons of time using mobile apps that are beautifully and intuitively designed. People want the same from enterprise apps.«

Software in der Post-PC-Ära muss also von Grund auf neu gedacht werden. Bei der Konzeption und der Entwicklung einer mobilen App muss stets eine »Mobile-First-Sichtweise« eingenommen werden. Mobile-First bedeutet, dass Apps vornehmlich für mobile Nutzung ausgelegt sind. Eine stationäre Nutzung wird immer mehr zu einem »nice to have«. Die bisherigen Regeln beim Design von Enterprise Software sind in Zukunft also nicht mehr gültig und müssen radikal umgedacht werden.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/6″][/vc_column][/vc_row]